Apple iPhone 3G S
Auch wenn das neue iPhone 4G bereits seit ein paar Tagen auf dem Markt ist, gehört das iPhone 3G S noch nicht zum alten Eisen. Vor allem der Preis ist sehr attraktiv geworden und ermöglicht es zahlreichen Leuten den Einstieg in die iPhone Welt zu erhalten. Heute werden wir ihnen das Apple iPhone 3G S einmal näher erläutern. Vor uns liegt die weiße Version mit 32 GB Speicherplatz, dass „S“ beim 3Gs steht hier für Speed. Da muss man wirklich zugeben, dass stimmt wirklich, denn das Handy ist gefühlte Lichtjahre schneller als der Vorgänger 3G. Vergleicht man das Modell mit den Geräten der ersten Stunde so kann man feststellen, dass es demnach fast doppelt so schnell ist. Die Verarbeitung des Gehäuses ist hervorragend und es gibt keinerlei Übergänge mehr zum Metallrahmen, denn dieser wurde einwandfrei verklebt.
Nun wollen wir ihnen aber berichten, was beim 3Gs nun gegenüber den Vorgängern hinzugekommen ist. Der Prozessor ist neu und die Grafik Engine wurde komplett überarbeitet, arbeitet also wesentlich schneller. Damit könnten theoretisch Spiele in NDS-Qualität hergestellt werden. Auf der Rückseite befindet sich eine 3 Megapixelkamera mit selektivem Autofokus, die etwas bessere Bilder macht. In erster Linie macht sie allerdings nur schärfere Bilder, denn sie sind eigentlich bei schlechter Beleuchtung einfach noch zu dunkel. Neu ist auch der unterhalb der Oberfläche integrierte digitale Kompass, dieser funktioniert über einen Magnetometer, dazu aber später mehr. Auf der Oberfläche des Displays befindet sich seit dieser Generation eine Nanobeschichung, sie ist fett- und wasserabweisend und bringt im Alltag doch erhebliche Vorteile in Sachen Komfort.
Das Display selbst ist auch ein wenig verändert worden, es verfügt über einen leicht gelben Grundton, was der Optik aber nicht schadet. Die Menüstruktur selbst kommt in der Firmware 3.0 auf dem Gerät daher. Die Bilder sind identisch zum 3G, nur die Hardware wurde entsprechend ein wenig verändert. Kommen wir zu einzelnen Menüpunkten. Der Nachrichtenpunkt besitzt jetzt auch eine MMS-Funktion, erstellt man also eine Nachricht und fügt eine Datei hinzu generiert das Modell von allein eine MMS. Das funktioniert wirklich ohne Probleme. Der Kalender kann immer noch mit MobileMe, Microsoft Exchange und Google synchronisiert werden. Zurzeit kann man auf dem 3Gs selbst bis zu 25 verschiedene Kalender einrichten und auch diese getrennt abrufen. Die Fotodatenbank hat sich nicht verändert.
Neu ist aber die Kamera. Neben dem selektivem Autofokus, der die Objekte in einem virtuellen Rahmen auf dem Display erfasst, gibt es noch weitere Neuerungen. Die Qualität der Bilder ist deutlich besser geworden, dennoch können andere Handys Fotos in einer noch besseren Qualität darstellen. Über einen kleinen Schalter können sie ebenfalls VGA-Videos drehen. Diese Videos werden mit ungefähr 30 Frames pro Sekunde aufgezeichnet. Der integrierte Youtube-Client bietet nun die Möglichkeit, dass man sich nun in sein eigenes Postfach einwählen kann. Auch die Aktienübersicht ist am Apple iPhone 3Gs leicht überarbeitet worden. Im Querformat können sie nun den aktuellen Börsenkurs sich ansehen, nicht jeder braucht mit Sicherheit diese Zusatzfunktion.
Der digitale Kompass nutzt die aktuelle Position und richtet sich, egal wo man sich gerade befindet, immer wieder nach Norden aus. Dies ist zwar eine nette Spielerei, aber dennoch nur nützlich für Leute die wirklich intensiv Geotagging betreiben. Der Vorteil daran ist, man kann seine Google Maps Position schneller einsehen und läuft nicht in die verkehrte Richtung. Neu ist auch die Einrichtung „Sprachmemos“. Dort kann man also Sprache aufzeichnen und die dann auch per Email verschicken. Interessant ist auch die neue Steuerung des iPod, er lässt sich von nun an auch durch einfaches Schütteln steuern.
Für die Nutzung des mobilen Internets ist vielleicht noch zu sagen, dass sie nun endlich mit HSDPA und 7,2 MBit/s im Netz surfen können. Über den Quermodus und die virtuelle Tastatur lasen sich verschiedenste Webseiten relativ zügig eingeben. Durch die Firmware 3.0 lassen sich nun auch Teile der Eingabe kopieren und ausschneiden, so dass manche Vorgänge wirklich schneller abzuhandeln sind. Dies funktioniert natürlich anwendungsübergreifend und beschränkt sich nicht nur auf die Browsernutzung. Die Telefonfunktion ist soweit relativ unspektakulär, eigentlich gibt es hier kaum Veränderung. Immer noch werden neben den Kontakten keinerlei Bilder angezeigt. Die Geräte in Deutschland verfügen alle weiterhin über Netlock, funktionieren daher auch nur in Verbindung mit T-Mobile Karten. Man kann also festhalten, dass sich das Gerät im Bezug auf den Vorgänger in Sachen Kamera und Schnelligkeit im Internet stark verbessert hat.
Bildnachweis: © Apple
